Am Sonntag, den 30. November 2025, zeigte der Cross im Grund in Erfurt-Salomonsborn, wie ehrlicher Hindernislauf zum Jahresende aussieht. Bei frostigen Temperaturen und einem bewusst überschaubaren Starterfeld von rund 75 angemeldeten Teilnehmenden, von denen sich letztendlich nur ca. 60 auf die Strecke wagten, ging es über eine 13 Kilometer lange Strecke, die von Beginn an keine Aufwärmphase zuließ. Gleich nach dem Start wartete der erste Wassercontainer mit Taucheinheit – Kaltstart vom Feinsten.
Insgesamt waren rund 30 Hindernisse auf der Strecke verteilt, die sich durchaus sehen lassen konnten. Darunter zwei große Container, gefüllt mit etwa vier Grad kaltem Wasser und Schlamm, eine sechs Meter hohe Kletterpyramide sowie eine acht Meter lange Hangelstrecke, die bei kalten Händen schnell zur Geduldsprobe wurde. Mit zunehmender Renndauer machte sich die Kälte deutlich bemerkbar – ohne Handschuhe wurde das sichere Greifen und Hangeln spürbar anspruchsvoller.



Auf der Strecke folgte eine abwechslungsreiche Mischung aus Laufpassagen und weiteren Klassikern. Mehrere Eskaladierwände und andere klassische Hindernisse verlangten Technik und Explosivität, während Reifen an einer Schnur kontrolliert aufgerollt und damit nach oben gezogen werden wollten. Kurz vor dem Ziel wartete nochmals der Wassercontainer, bevor es mit klammen Fingern in den Hangelparcours im Stadion ging. Hier musste technisch etwas anspruchsvoller zunächst an Stangen, dann an Ringen und letztendlich an vier großen Rädern entlangehangelt und zwischendurch auf schmale Platten umgestiegen werden. Mit gefrorenen Händen wahrlich kein ganz so leichtes Unterfangen.



Frank musste den Wettkampf verletzungsbedingt leider auslassen, war aber dennoch präsent: Gemeinsam mit seiner Familie unterstützte er am Streckenrand und sorgte dafür, dass Motivation und Teamgeist nicht unterkühlten.
Sportlich konnten die X-Runners dennoch mit zwei Teilnehmern überzeugen: Yves lief ein starkes Rennen und sicherte sich in 1:06:16 Stunden den 3. Platz, nur 2:52 Minuten hinter dem Sieger. Paul folgte auf einem soliden 6. Platz in 1:11:41 Stunden, rund acht Minuten hinter Platz eins – ein kontrollierter Auftritt auf einer durchaus landschaftlich anspruchsvollen Laufstrecke.



Abschließend noch ein großes Lob an die OCR Squad Erfurt: Erstklassige Organisation, Streckenmarkierung und Absicherung, sowie reibungslose Abläufe an den Hindernissen und eine schöne Siegerehrung, bei der alle Teilnehmenden noch einmal gemeinsam auf das Gruppenfoto durften – ein würdiger Abschluss eines frostigen, nassen und dennoch unvergesslichen Lauftages. Ein Lauf, der in Erinnerung bleibt!
Bis bald
Eure X-Runners OCR




