Während in Jena bei Temperaturen um die 40 °C kaum noch an Sport zu denken war und sogar einige Wettkämpfe abgesagt werden mussten, herrschten in Oberhof mit rund 35 °C nahezu ideale Bedingungen für den 7. Getting Tough – 5 Elements.
Erstmals wurde in diesem Jahr über die 9-km-Strecke eine eigene Teamwertung ausgeschrieben. Die Aufgabe war ebenso einfach wie anspruchsvoll: Mindestens elf Läufer mussten gemeinsam antreten und auch gemeinsam gewertet werden. Insgesamt stellten sich sechs Teams dieser Premiere – und die X-Runners hatten von Anfang an nur ein Ziel: Den Team-Pokal nach Jena holen.
Dafür wurde nichts dem Zufall überlassen. Bereits zwei Wochen vor dem Wettkampf besichtigte das Team gemeinsam die Strecke und kurz vor dem Start wurden die Schlüsselhindernisse am Grenzadler und im Biathlonstadion noch einmal genau unter die Lupe genommen.
Im Vorfeld sorgte allerdings eine überraschende Regeländerung für Diskussionen. Ursprünglich sollten die Zeiten der schnellsten elf Teammitglieder addiert werden. Wenige Tage vor dem Start änderte der Veranstalter das Reglement: Nun wurden nur noch Teams gewertet, deren Läufer gemeinsam ins Ziel kamen – auf eine Einzelwertung mussten die Team-Teilnehmer verzichten. Gerade weil der Lauf gleichzeitig als offizielles Qualifikationsrennen für die OCR-Europa- und Weltmeisterschaften diente, stieß diese Änderung nicht überall auf Begeisterung. Nichtsdestrotz, für die X-Runners standen der Teamgedanke und der erhoffte Sieg ohnehin an erster Stelle.
Die Taktik war schnell gefunden: Jeder lief die Strecke zunächst in seinem eigenen Tempo. Kurz vor dem Ziel sollten sich alle wieder sammeln, um gemeinsam über die Ziellinie zu laufen. So konnten Staus an den Hindernissen vermieden werden, ohne die Teamwertung zu gefährden.
Für die X-Runners gingen Yves Eberhardt, Austen Weilandt, Frank Hausmann, Florian Krainhöfner, Marco Weiß, Hannes Eberhardt, Nico Walther, Theo Popp, Paul Gaube, Stiev Riedel sowie Florian Müller, Adrian Silberstein, Georg Beese und Daniel Hofbauer an den Start. Letztere sprangen kurzfristig nach einigen krankheitsbedingten Absagen ein und sorgten dafür, dass das Team mehr als vollständig antreten konnte.

Schon kurz nach dem Start warteten die ersten Hindernisse mit einer Eskaladierwand und einem Kriechhindernis. Danach führte die Strecke über die Bobbahn hinauf zum Grenzadler, wo zahlreiche Kletter- und Balancehindernisse – besonders für einige Neulinge im Team – echte Herausforderungen bereithielten. Bei den sommerlichen Temperaturen kamen die Wassercontainer gerade recht und wurden dankbar durchquert. Im Biathlonstadion warteten weitere typische Getting-Tough-Aufgaben: Sandsäcke tragen, Speerwerfen, Hangelhindernisse und Kriech- und Kletterpassagen. Wer ein Hindernis nicht schaffte, durfte sich mit den obligatorischen Burpees beschäftigen.









Für den größten Adrenalinschub sorgte allerdings ausgerechnet kein Hindernis, sondern die Streckenmarkierung. Nach dem Biathlonstadion bog der Großteil der X-Runners versehentlich auf die 17-km-Strecke ab und absolvierte unfreiwillig eine rund zwei Kilometer lange Extrarunde. Zum Glück hatten ausgerechnet der zehnte und elfte Läufer die richtige Abzweigung erwischt, sodass der Orientierungsfehler am Ende keinerlei Auswirkungen auf die Teamwertung hatte. Die unfreiwilligen Zusatzkilometer wurden kurzerhand als Bonus-Training verbucht, bevor zur Abkühlung in die Skihalle bei angenehmen fünf Grad ging. Als Krönung wartete nach einer weiteren Laufpassage anschließend der kochend heiße Aufstieg zur berüchtigten Skisprungschanze.









Nach den letzten Hindernissen sammelten sich die X-Runners wie geplant im Zielbereich und warteten gemeinsam auf ihren elften Läufer, der ewig nicht kam. Frank hatte sich verzählt. Wenige Augenblicke später war er dann allerdings unterwegs informiert und nach kurzer Sprinteinlage war es dann doch geschafft: Nach rund 1:22 Stunden überquerten die schnellsten elf Teammitglieder gemeinsam die Ziellinie und sicherten sich souverän den ersten Platz in der Teamwertung sowie die von Schaudt Industrietechnik ausgelobte Siegerprämie.
Damit war das erklärte Ziel erreicht: Der erste 11er-Teamtitel der Getting Tough-Geschichte ging an die X-Runners nach Jena. Anschließend wurde der erfolgreiche Wettkampftag gemeinsam gefeiert – mit jeder Menge Teamgeist, zufriedenen Gesichtern und der Gewissheit, dass sich die gemeinsame Vorbereitung mehr als ausgezahlt hatte.
Eure X-Runners OCR




